Foto: Bomsori Kim © Kyutai Shin

Bomsori Kim gewährt uns einen exklusiven Blick hinter ihre geheimnisvolle Fassade und spricht mit uns über Fokus und Leidenschaft und überrascht uns mit ihrer Antwort auf die Frage nach einem sportlichen Ausgleich zum Geigenspiel.

Vier Fragen an Bomsori Kim

Auf der Bühne wirken Sie immer sehr leidenschaftlich und gleichzeitig absolut fokussiert. Wie machen Sie das?
Ich denke, Leidenschaft und Fokus können nicht ohne einander existieren. Nur, wenn du dich absolut auf etwas fokussierst, kannst du dafür eine Leidenschaft entwickeln. Wenn ich auf der Bühne stehe, ist mir alles andere egal. Ich bin dann absolut konzentriert auf die Musik, die ich in diesem Moment spiele. Alles andere um mich herum verschwindet und wird unwichtig und unwirklich.

Was denken Sie in dem Moment, bevor Sie die Bühne betreten?
Das ist die größte Frage für alle Musiker. Wenn es ein Geheimrezept für den Moment vor dem Auftritt gibt, dann möchte ich es unbedingt wissen! Für mich ist es jedes Mal anders. Mein Körper kann sich jedes Mal anders anfühlen, genauso wie mein mentaler Zustand, meine Kondition. Wir können niemals vorher wissen, was auf der Bühne passieren wird. Das ist so unvorhersehbar und kontrollieren kann ich es sowieso nicht. Auf der Bühne versuche ich mich zu fokussieren, höre den Kollegen genau zu. Das ist, was ich tue: Ich konzentriere mich auf den Klang des Klaviers oder des Orchesters. Die Kollegen musizieren großartig und inspirieren mich. Was sie geben, ist immer ein bisschen anders und ich bin immer wieder erstaunt, was für wunderbare Dinge dann auf der Bühne geschehen. Es ist niemals gleich. Fokus ist der Schlüssel zu diesen besonderen Momenten.

Das Leben auf Tour und das Geigespielen an sich sind mental und physisch sehr anstrengend. Was machen Sie als Ausgleich?
Ich bin ein großer Fan von Kampfsport. Diese Art von Sport begeistert mich schon seit ich ein Kind war. Mein Vater hat mich früher immer zu seinem Training mitgenommen. Schon damals liebte ich die Meditationen und die speziellen Atemtechniken, die mich sehr beruhigen. Nicht nur körperlich, sondern auch mental. Ich bin der Überzeugung, dass dieses Atmen für meine mentale Ruhe und innere Stärke sehr wichtig ist. Außerdem mache ich Yoga – ich möchte sehr flexibel sein, das gibt mir größere Freiheiten beim Geigespielen.

Praktizieren Sie auch den kämpferischen Part des Kampfsports?
Oh ja, natürlich! Das ist das, was am meisten Spaß macht! Ich mache allerdings nicht die richtig harten Sachen, das brauche ich nicht und ich möchte keine Verletzungen riskieren. Ich mache Thai Chi, eine eher defensive Kampfkunst, die meinen Körper fordert aber ihm nicht wehtut.

Bomsori Kim © Kyutai Shin
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Unsere Fokus-Künstlerin Bomsori Kim spricht über Mozart und sein Violinkonzert Nr. 1 B-Dur KV 207.

Bomsori Kim haben wir zum ersten Mal 2019 im Rheingau willkommen geheißen. Ihr Debüt war einer jener Abende, die man so schnell nicht vergisst. Mozarts Violinsonaten standen auf dem Programm und Bomsoris Spiel hat das Publikum von den Stühlen gerissen. Und nicht nur das Publikum, auch wir waren begeistert und haben sie gleich ein zweites Mal eingeladen. In unserem Konzertstream „All about Mozart“ erleben Sie Bomsori Kim im Gespräch mit der Hornistin Sarah Willis und als Solistin mit Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert Nr. 1 B-Dur KV 207.

Stimmen Sie sich schon jetzt auf die Konzerte unserer Fokus-Künstlerin ein und wecken Sie Ihre Vorfreude auf den Sommer.

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